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Was Sie bei einer Lebensmittelvergiftung tun können.

Title

Lebensmittel-
vergiftung

Summary

Wenn wir einige Stunden nach dem Essen unter akutem Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit leiden, liegt der Verdacht nahe, dass das Essen der Auslöser ist. Hier finden sie Tipps zur Behandlung und auch Vorbeugung. 

Inhaltsverzeichnis

· Lebensmittelvergiftung: Definition
· Lebensmittelvergiftung: Symptome
· Lebensmittelvergiftung: Wann muss ich zum Arzt?
· Lebensmittelvergiftung: Behandlung
· Lebensmittelvergiftung: Tipps zum Vorbeugen

In harmlosen Fällen haben wir das Essen einfach nicht richtig vertragen, weil es zu stark gewürzt, zu scharf oder zu fettig war. Rund 200.000 Menschen pro Jahr bekommen allerdings eine Lebensmittelvergiftung und die kann bei Nicht-Behandlung gefährlich werden.

Lebensmittelvergiftung: Definition und Unterschied zur Lebensmittelinfektion

Per Definition ist eine Lebensmittelvergiftung eine Gastroenteritis, die durch den Verzehr von Nahrungsmitteln, die toxische (giftige) Inhaltsstoffe enthalten, ausgelöst wird.

Bei einer Lebensmittelvergiftung (auch: Lebensmittelintoxikation) vermehren sich die Krankheitserreger nicht im Körper. Die Toxine (Gifte) sind entweder natürlicher Bestandteil des verzehrten Lebensmittels oder kontaminieren (verunreinigen) es von außen. Die Erreger produzieren also schon auf den Lebensmitteln die Giftstoffe und nicht erst im Körper. 

Mögliche Auslöser einer Lebensmittelvergiftung sind zum Beispiel:

  • Staphylokokken (Bakterien)
  • Metalle, zum Beispiel Zink oder Blei
  • Giftige Pilze, zum Beispiel Fliegen- oder Knollenblätterpilze
  • Schimmelpilze
  • Pflanzliche Giftstoffe, zum Beispiel Tollkirschen, Engelstrompeten oder Alraunen
  • Giftige Fische oder Schalentiere, zum Beispiel Kugelfische oder Seifenbarsche

Bei einer Lebensmittelinfektionen gelangen Krankheitserreger über die Nahrung in den Verdauungstrakt, vermehren sich dort und setzten Giftstoffe frei. Dadurch werden Beschwerden wie akuter Durchfall und Erbrechen ausgelöst. 

Klassische Auslöser einer Lebensmittelinfektion sind zum Beispiel folgende Bakterien:

  • Salmonellen
  • Yersinien
  • Campylobacter
  • E.coli

Die Unterscheidung zwischen Lebensmittelvergiftung und Infektion wird im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch meistens nicht gemacht – stattdessen werden die Begriffe synonym verwendet.

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Lebensmittelvergiftung: Symptome und Abgrenzung zur Magen-Darm-Grippe

Da eine Lebensmittelvergiftung durch verschiedene Auslöser bedingt sein kann, können auch die Symptome vielfältig sein. Die klassischen Symptome, sind denen der Magen-Darm-Grippe sehr ähnlich. Deswegen führen sie auch häufig dazu, dass Betroffene zunächst gar keine Lebensmittelvergiftung hinter ihren Beschwerden vermuten. 

Diese Symptome sind:

  • Akuter Durchfall 
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen und -krämpfe

Bei einer Infektion mit bestimmten Giften können auch schwerwiegendere Symptome auftreten. Vergiftungen mit Pflanzen, wie zum Beispiel dem Fliegenpilz, können zusätzlich Fieber und Halluzinationen hervorrufen. In sehr schlimmen Fällen, beispielsweise bei einer Fischvergiftung, kann es auch zu einer Atemlähmung kommen.

Ein Anhaltspunkt, anhand dessen Sie eine Vergiftung  von einer klassischen Magen-Darm-Grippe unterscheiden können, ist die Zeit zwischen der Lebensmittelaufnahme und dem Auftreten der ersten Symptome. Insgesamt treten die Symptome nämlich eher schneller auf, als bei einer Magen-Darm-Grippe. Bei dem Verzehr von Lebensmitteln, die mit pflanzlichen Giften kontaminiert sind, setzen die Beschwerden zum Beispiel entweder schon während dem Verzehr oder unmittelbar danach ein.

Verlauf einer Lebensmittelvergiftung: Wann muss ich zum Arzt?

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Beschwerden im direkten Zusammenhang damit stehen, was Sie gegessen haben und Sie eine Lebensmittelvergiftung vermuten, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Nur dieser kann eine eindeutige Diagnose stellen und die richtige Behandlung empfehlen.

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Lebensmittelvergiftung: Behandlung

In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Lebensmittelvergiftung um eine Infektion mit Bakterien, die unkompliziert verläuft und wie eine Magen-Darm-Grippe behandelt werden kann. Durch den akuten Durchfall, unter dem Erkrankte meist leiden, hat der Körper mit einem hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust zu kämpfen. Um einer gefährlichen Dehydratation (Austrocknung) des Körpers vorzubeugen, sollten Erkrankte besonders viel trinken. Empfehlenswert ist hier Wasser ohne Kohlensäure oder Kräutertee. Orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke enthalten wichtige Elektrolyte (Salze) und Glucose und können zusätzlich eingenommen werden.

Gegen den akuten Durchfall empfiehlt sich IMODIUM® akut mit dem Wirkstoff Loperamid. Da eine Lebensmittelvergiftung meist mit Erbrechen oder starken Krämpfen einhergeht, sind insbesondere 2 Produkte der Imodium akut Familie empfehlenswert:

  • IMODIUM® akut lingual Schmelztabletten lösen sich sofort auf der Zunge auf und eignen sich damit ideal bei Übelkeit und Erbrechen
  • IMODIUM® akut N duo Tabletten wirken schnell und lindern zusätzlich schmerzhafte Krämpfe und Blähungen.

In besonders schweren Fällen einer Durchfallerkrankung kann es auch sein, dass Ihre Beschwerden mit anderen Medikamenten behandelt werden müssen. Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. 

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Lebensmittelvergiftung: Vorbeugen im Alltag und auf Reisen

Da Lebensmittelvergiftungen durch den Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln entstehen, sollten Sie zur Vorbeugung dort ansetzen, wo Sie mit Lebensmitteln in Berührung kommen: in der Küche.

Mit diesen Tipps vermindern Sie das Risiko einer Lebensmittelvergiftung:

  • Waschen Sie sich vor dem Kochen immer die Hände.
  • Tragen Sie keinen Schmuck beim Kochen, da sich unter dem Schmuck Krankheitserreger sammeln können, die auch durch Händewaschen nicht zuverlässig entfernt werden.
  • Halten Sie die Küche sauber – das heißt: Geschirr, Küchengeräte, Arbeitsplatten und Spülschwämme. Herkömmliche Reiniger reichen hier vollkommen aus.
  • Waschen Sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich – vor allem Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch.
  • Achtung bei rohen Milchprodukten, rohem Fleisch und rohem Fisch! Braten Sie Fisch und Fleisch möglichst gut durch. Milchprodukte, die Ihnen von der Konsistenz oder dem Geruch verändert erscheinen, sollten Sie nicht mehr verzehren.
  • Beachten Sie das Ablaufdatum von Lebensmitteln und bewahren Sie alles fest verschlossen auf.
  • Vermeiden Sie, dass sich Ihre Haustiere in der Küche aufhalten.
  • Lassen Sie tiefgekühlte Produkte so kurz wie möglich ungekühlt. Wenn sie einmal aufgetaut sind, dürfen Sie nicht wieder eingefroren werden.
  • Informieren Sie sich, welche Lebensmittel giftig sind (zum Beispiel Fische, Pilze oder Beeren).

Achtung: Haben Sie eine Konservendose im Schrank stehen, die irgendwie aufgebläht wirkt? Dann kann es sein, dass sich in der Dose das Bakterium Clostridium botulinum versteckt. Eine Vergiftung mit dem Erreger wird Botulismus genannt und ist lebensbedrohlich. Aufgeblähte Dosen sollten Sie daher auf keinen Fall mehr öffnen und verzehren. Dieselbe Gefahr besteht auch, wenn Sie Konserven selbst einkochen. Um eine Kontaminierung zu vermeiden, sollten Sie daher sicherheitshalber alles zweimal erhitzen, bevor Sie es „einwecken“.
Nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub ist eine Lebensmittelvergiftung denkbar. Da Sie häufig außer Haus essen und nicht kontrollieren können, welche Lebensmittel wie zubereitet werden, sollten Sie besonders aufmerksam sein. Verzichten Sie zur Vorsicht möglichst auf rohe Speisen, wie Salate, rohen Fisch oder rohes Fleisch. Meiden Sie außerdem Essen aus Restaurants oder von Straßenständen, bei denen Ihnen die hygienischen Bedingungen nicht ausreichend erscheinen. Besonders in heißen Ländern ist die Gefahr hoch: Durch die Hitze fühlen sich Krankheitserreger besonders wohl und vermehren sich auf nicht richtig gelagerten oder gekühlten Lebensmitteln. Weitere Tipps erhalten Sie unter Reisedurchfall

Meldepflicht von Lebensmittelvergiftungen

Laut dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) zählen bakteriell verursachte Lebensmittelvergiftungen zu den Krankheiten, für die eine Meldepflicht besteht. Bei einem konkreten Verdacht auf ein bestimmtes auslösendes Lebensmittel wird dieses im Labor analysiert. Wenn sich die Kontaminierung mit den vermuteten Giften bestätigt, kann es sein, dass eine Lebensmittelwarnung ausgesprochen wird und ein Lebensmittel nicht mehr verkauft werden darf. Ein prominentes Beispiel dafür ist der „Gammelfleischskandal“ aus dem Jahr 2005, bei dem über 130 Tonnen Puten- und Rindfleisch sichergestellt wurden.

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