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Was Sie bei Durchfall am besten essen können

Title

Was essen bei
akutem
Durchfall?

Summary

Bei Durchfall stellen sich viele die Frage: Darf ich überhaupt noch etwas essen oder belastet das meinen Darm zusätzlich? Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Appetit haben, sollten Sie auch essen, denn Ihr Körper verliert bei Durchfall viel Energie, Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe.

Bei der Wahl des Essens sollten Sie aber Einiges beachten. Dr. Birgit Weuffel, medizinische Leiterin bei Imodium akut, gibt Ihnen im folgenden Video Tipps zur richtigen Ernährung bei akutem Durchfall.

Ernährung bei Durchfall: Experten-Video – IMODIUM® akut

Wie sollte man sich bei akutem Durchfall ernähren? Dr. Birgit Weuffel von IMODIUM® akut gibt Ihnen Tipps und erklärt Ihnen Hintergründe.

Das können Sie bei Durchfall gut und gerne essen:

  • Zwieback
    Der Klassiker bei Durchfall ist Zwieback –  ein besonders haltbares, doppelt gebackenes Brot, das sehr bekömmlich ist und nicht schwer im Magen liegt. Wenn Ihnen der Zwieback zu trocken ist, können Sie alternativ auch trockenes Weißbrot essen. Wichtig ist nur: Das Brot sollte pur und nicht mit einem leckeren Stück Käse oder einer Scheibe Wurst verzehrt werden. Milchprodukte und fettige Speisen sind bei Durchfall tabu.

  • Geriebener Apfel und pürierte Bananen
    „An apple a day keeps the doctor away“ (Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern) – bei Durchfall ist das Sprichwort Programm. Äpfel und Bananen enthalten viel Pektin, ein wichtiger Ballaststoff, der den Stuhl fester macht. Das Pektin quillt im Darm, nimmt Flüssigkeit auf und verdickt dadurch den Stuhl. Es sitzt beim Apfel allerdings in der Schale – daher sollten Sie ihn vor dem Verzehr nicht schälen. Wenn Sie den Apfel reiben, entfaltet das Pektin seine W irksamkeit besonders gut. Bananen enthalten neben Pektin auch viel Kalium, das unter anderem den Flüssigkeitsgehalt in den Zellen aufrechterhält. Da der Körper bei Durchfall Kalium verliert, ist die Aufnahme des Mineralstoffs besonders wichtig.

  • Reis 
    Reis ist leicht stopfend, denn beim Kochen entstehen Schleimstoffe, die im Körper das Wasser binden. In Kombination mit Salz schmeckt der Reis noch besser und wird außerdem mit Elektrolyten angereichert, die bei Durchfall vermehrt ausgeschieden werden. Bei leichtem Durchfall und wenn Sie darauf Appetit haben, können Sie den Reis mit gedünstetem Gemüse zum Beispiel Möhren oder Zucchini kombinieren. Vermeiden sollten Sie Kohl oder Hülsenfrüchte als Beilage.

  • Kartoffeln
    Ein weiteres Lebensmittel, das viel Kalium enthält und gleichzeitig gut bekömmlich ist, sind Kartoffeln – entweder in viel Wasser gegart oder als Püree. Achten Sie aber darauf, dass die Kartoffeln keine grünen Stellen haben. Dann enthalten sie leicht giftige Inhaltsstoffe, Chaconin und Solanin, die zu Erbrechen und Durchfall führen können und damit Ihre Beschwerden nur noch verschlimmern.

  • Möhrensuppe
    ​Genau wie Äpfel und Bananen, enthalten auch Möhren viel Pektin. Besonders effektiv wirken sie aber nicht im rohen Zustand, sondern gekocht. Ein schonendes Rezept, das auch noch lecker schmeckt, ist die altbewährte Moro’sche Möhrensuppe, die der Heidelberger Kinderarzt Ernst Moro 1908 auf der Suche nach einem natürlichen Durchfallmittel erfand. Das Rezept ist ganz einfach:

    • ½ Kilo Möhren
    • 1 Liter Wasser
    • 3 g Kochsalz

Die Karotten werden geschält und in kleine Würfel geschnitten. Anschließend werden sie für eine Stunde gekocht und dann mit einem Mixer püriert. Der nun pürierte Brei wird mit Wasser wieder auf einen Liter aufgefüllt und mit drei Gramm Salz gewürzt. Drei Gramm Salz entsprechen ungefähr einem Teelöffel.

Das Geheimnis der Möhrensuppe ist nicht das in den Möhren enthaltene Pektin, sondern sogenannte Oligosaccharide (Zuckermoleküle), die erst beim Kochen der Möhren entstehen.

Die Möhrensuppe ist am effektivsten, wenn Sie sich genau an das Rezept halten. Genauso wie auf dem Zwieback Käse nichts verloren hat, gehört in die Suppe natürlich auch keine Sahne.

  • Haferflocken
    Hafer gilt vom ernährungswissenschaftlichen Standpunkt aus als das wertvolles Getreide. Es enthält neben Ballaststoffen viele Mineralstoffe und die Vitamine B1 und E. Die Kombination wirkt sich unter anderem positiv auf den Blutzuckerspiegel und das Immunsystem aus. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden sind Haferflocken ein bewährtes Hausmittel, da sie leicht verdaulich sind. Am besten kochen Sie sich bei Durchfall eine Haferschleimsuppe, denn gekocht sind die Haferflocken noch bekömmlicher: 

    • 2 Esslöffel Haferflocken
    • 250 ml kaltes Wasser
    • Salz oder 1 TL Gemüsebrühe

Alle Zutaten unter Rühren zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze so lange köcheln lassen bis alles eingedickt ist. Alternativ können Sie auch nach 20 Minuten die überschüssige Flüssigkeit absieben. Geschmacklich ist der Haferschleim bei vielen nicht beliebt. Unser Tipp: Geben Sie noch etwas geriebenen Apfel dazu.

Das können Sie bei Durchfall trinken:

  • Wasser und Kräutertee
    Wenig falsch machen können Sie, wenn Sie bei Durchfall schlicht und einfach stilles Wasser trinken. Auf Mineralwasser mit viel Kohlensäure sollten Sie lieber verzichten.

Empfehlenswert sind außerdem orale Rehydratationslösungen (Elektrolytlösungen), mit denen Sie Ihren Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Diese erhalten Sie in der Apotheke oder der Drogerie. Verschiedene Kräuter- und Früchtetees, wie zum Beispiel Kamillen- oder Heidelbeertee, haben eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung. Erfahren Sie mehr unter „Hausmittel gegen Durchfall“.

  • Mythos: Cola und Salzstangen
    Ein ebenso beliebter Klassiker wie Zwieback und geriebener Apfel sind Cola und Salzstangen bei Durchfall, doch diese Kombination kann Ihren Durchfall sogar noch verschlimmern.

Cola enthält enorm viel Zucker und dieser bindet bekannter Weise Wasser. Dadurch wird die eh schon verstärkte Flüssigkeitsabgabe aus dem Körper in den Darm noch verstärkt. Das in der Cola enthaltene Koffein in Kombination mit dem Zucker, verstärkt außerdem den Verlust von Kalium. Salzstangen sind zwar nicht so kritisch anzusehen wie Cola, bringen aber trotzdem durch den zu niedrigen Salzgehalt nicht die erhoffte Wirkung. Sie enthalten vor allem Natrium, der Körper benötigt aber auch Kalium. Bei Durchfall geht beides verloren und sollte möglichst gleichmäßig wieder aufgenommen werden.

Was Sie besser nicht essen sollten

Solange Sie unter Durchfall leiden, steht Ihnen meistens nicht der Sinn nach einer üppigen Mahlzeit. Sollten Sie doch Heißhunger bekommen, sollten Sie auf einige Lebensmittel und Getränke verzichten, da sie den akuten Durchfall noch verstärken können.

Unbedingt vermeiden sollten Sie:

  • Scharfe Speisen, z.B. Chili con Carne
  • Fettige Speisen, z.B. Fast Food, Chips, Butter oder Wurst
  • Zuckerhaltige Speisen und Getränke, z.B. Kuchen, Süßigkeiten, Cola oder Limonade
  • Sehr heiße oder sehr kalte Speisen
  • Rohes Obst und Gemüse und Fruchtsäfte
  • Blähende Gemüsesorten, z.B. Zwiebeln, Kohl oder Bohnen
  • Milchprodukte, z.B. Joghurt, Sahne oder Käse
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Kohlensäurehaltige Getränke

Wenn Sie Ihre Durchfallerkrankung auskuriert haben, ist es ratsam, in der ersten Zeit erst einmal leicht verdauliche Speisen zu sich zu nehmen. Viele ausgewogene Rezepte, die Ihr Verdauungssystem schonen und weitere Ernährungstipps finden Sie unter „Durchfall vorbeugen“.

 

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