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Darmflora
stärken

Summary

Unser Darm erfüllt neben der Verdauung viele weitere wichtige Funktionen in unserem Körper. Er kann deutlich dazu beitragen, ob wir uns gut oder schlecht fühlen. Verantwortlich dafür ist unsere Darmflora, denn sie ist ein echtes Multitalent.

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Was ist die Darmflora?

Unter der Darmflora versteht man alle Mikroorganismen, das heißt alle Bakterien, Pilze etc., die unseren Darm besiedeln und in unserem Verdauungssystem leben. Wussten Sie, dass wir Schätzungen zufolge hundertmal mal mehr Bakterien als Körperzellen ins uns tragen? Allein im Dickdarm leben über 10 Billionen Bakterien aus etwa 500 verschiedenen Bakterienarten.

Die Darmflora ist etwas ganz Individuelles und bei jedem Menschen anders zusammengesetzt. Das Gleichgewicht aus dem Zusammenspiel von Millionen verschiedener Bakterien bildet die Basis für unser Wohlbefinden.

Zusammensetzung der Darmflora

Man unterscheidet zwischen Bakterien, die Sauerstoff benötigen (Aerobier) oder nicht benötigen (Anaerobier). Der Großteil der im Darm lebenden Bakterien sind Anaerobier, wie z.B. Milchsäurebakterien, doch immerhin 10% der Darmflora machen sauerstoffbenötigende Bakterien aus. Zwar sind sauerstoffbenötigende Bakterien in der Unterzahl, jedoch sind sie für das Überleben der Bakterien, die keinen Sauerstoff benötigen, wichtig. Die Darmschleimhaut gibt Sauerstoff in den Darm ab, der von den aeroben Bakterien verbraucht wird und somit das Überleben der anaeroben Bakterien ermöglicht, die dafür eine sauerstoffarme Umgebung benötigen.

Warum eine intakte Darmflora wichtig ist

Die Darmflora entwickelt sich ab der Geburt. Jeder Säugling erhält bei der Geburt eine Art „Erstausstattung“ der Darmflora, die sich im Laufe der ersten drei Lebensjahre weiterentwickelt. Aus der Umwelt gelangen dann immer mehr Bakterienarten in den Organismus und besiedeln den Darm. Häufig bringen wir mit Bakterien automatisch etwas Negatives in Verbindung. Doch ganz im Gegenteil: Die Bakterien, die in Ihrem Darm leben, tun Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Eine gesunde und intakte Darmflora ist aus verschiedenen Gründen wichtig:

  • Sie unterstützt die Verdauung, indem sie bei der optimalen Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung hilft, und bei der Herstellung von Vitaminen.
  • Sie verteidigt unseren Körper gegen Infektionen.

Darmflora: Aufgaben

Die Funktionen der Darmflora sind vielfältig: Hauptsächlich schützt sie unseren Körper vor Eindringlingen und unterstützt den Stoffwechsel. Aber auch die immunologische Funktion spielt eine große Rolle für unsere Gesundheit.

  • Schutz

Die Gesamtheit aller im Darm lebenden Bakterien können Sie sich als eine Art natürliche Barriere vorstellen, die uns vor Krankheitserregern schützt – dadurch wird eine Ansiedelung sogenannter Fremdkeime im Darm verhindert.

Wie funktioniert das? Bakterien, die natürlich im Darm vorkommen, haften an der Darmoberfläche und erschweren damit möglichen Eindringlingen die Anhaftung. Gleichzeitig „hungern“ sie die Fremdkeime aus, indem sie mit ihnen um die Nahrung im Darm konkurrieren. Manche in der Darmflora lebende Bakterien sind sogar in der Lage, Krankheitserreger mit bestimmten Stoffen abzutöten und damit unschädlich zu machen.

  • Immunsystem

Die Hauptschnittstelle zwischen der äußeren Umwelt und dem Immunsystem ist die Darmschleimhaut. Kein Wunder also, dass eine gesunde und intakte Darmflora eine große Rolle für unsere Gesundheit spielt. Auf der Darmschleimhaut befinden sich 70% der Zellen, die unser Immunsystem benötigt, um sich gegen Krankheitserreger zu wehren.

Nicht nur Krankheiten, sondern auch Allergien stehen in einem engen Zusammenhang mit dem Immunsystem. „Kinder vom Land haben weniger Allergien als Stadtkinder“ – fast jeder hat das schon einmal gehört. Obwohl die allergieauslösenden Faktoren noch nicht eindeutig erforscht sind, deuten erste Studienergebnisse darauf hin, dass eine frühe Auseinandersetzung mit Kleinlebewesen wie Bakterien und Viren ein widerstandsfähiges Immunsystem begünstigt und ein zu hoher Hygienestandard dem eher entgegenwirken. Diese Konfrontation mit Keimen findet eher auf dem Land statt, als in einer keimfreieren Umgebung, wie sie in der Stadt zu finden ist.

  • Stoffwechsel

Ebenso bedeutend für unser alltägliches Wohlbefinden wie der Schutz vor Krankheitserregern, sind ein funktionierender Stoffwechsel und damit eine funktionierende Verdauung. Die Darmflora unterstützt die Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten. Unverdauliche Kohlenhydrate werden zum Beispiel von den Bakterien in kurzkettige Fettsäuren umgewandelt. Diese sind wichtig für die Darmschleimhaut und stimulieren das Zellwachstum für eine gesunde Darmschleimhaut. Kurzkettige Fettsäuren können außerdem in verschiedenen lebenswichtigen Organen, wie der Leber oder im Gehirn verarbeitet werden.

  • Vitamine

Auch bei der Herstellung von Vitaminen sind die Bakterien hilfreich: Manche produzieren zum Beispiel Vitamin K oder verschiedene B-Vitamine. Vitamin K ist unter anderem wichtig für die Blutgerinnung und für den Aufbau Ihrer Knochen.

Vitamin B1 und B6 haben einen bedeutenden Einfluss auf das Nervensystem: Sie unterstützen das Wachstum der Nervenfasern. Vitamin B2 spielt eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel, da es Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß in Energie umwandelt. Eine zentrale Bedeutung im Körper hat auch das Vitamin B12. Es ist unter anderem für die Blutbildung, die Funktion unseres Nervensystems und das Herz-Kreislauf-System wichtig.

Die Darmflora ist noch lange nicht vollständig erforscht. Daher ist es wahrscheinlich, dass in der Darmflora noch weit mehr nützliche Vitamine hergestellt werden, von denen wir heute noch nicht wissen.

Die besondere Rolle der Milchsäurebakterien in der Darmflora

Milchsäurebakterien kommen ganz natürlich im Darm vor und zählen damit zu den nicht krankmachenden (apathogenen) Darmbakterien. Sie tragen entscheidend zur Erhaltung unserer Darmgesundheit bei: Durch die Produktion von Milchsäure wird im Darm eine saure Umgebung geschaffen, die für viele krankmachende (pathogene) Keime überlebensfeindlich ist.

Zu der Gruppe der milchsäurebildenden Bakterien zählen zum Beispiel Bifidobakterien oder Laktobazillen. Das Bifidobacterium animalis subspecies lactis BB-12, kurz BB-12, ist das meist erforschte Bifidobakterium der Welt. Das Besondere an diesem Bakterienstamm ist, dass er besonders resistent gegen Magensäure und Gallenflüssigkeit ist. Daher überlebt ein Großteil dieser Bakterien die Magenpassage und kommt im Darm an.

Da sich Milchsäurebakterien nicht dauerhaft im Darm ansiedeln können, aber wichtig für die Darmflora und somit auch Ihr Wohlbefinden sind, sollten sie dem Körper regelmäßig zugeführt werden. In den folgenden Lebensmitteln sind zum Beispiel Milchsäurebakterien enthalten:

  • Joghurt
  • Buttermilch
  • Kefir
  • Schmand
  • Sauerkraut
  • Sauerteigprodukte
  • Brottrunk

Was kann meiner Darmflora schaden?

Im Normalfall herrscht in der Darmflora ein natürliches Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Bakterien. Ihre Darmflora hat sich bereits in den ersten drei Lebensjahren ideal an Ihre individuelle Umgebung und Ernährung angepasst und verändert sich bis zum Erwachsenenalter kaum.

Weltweit gibt es hier aber große Unterschiede: So können zum Beispiel Japaner die hauptsächlich aus Algen und Reis bestehenden Sushirollen besser verdauen als Europäer. Die Verdauung der sogenannten Porphyra-Alge („Nori“) wird durch ein spezielles Bakterium ermöglicht, das ihre Darmflora besiedelt. Was unserer europäischen Darmflora Bauchschmerzen bereiten könnte, ist für die japanische Darmflora kein Problem: Eine reine Gewöhnungssache.

Das natürliche Gleichgewicht kann allerdings durch verschiedene Faktoren aus der Balance geraten:

  • Antibiotika

Antibiotika werden gegen bakterielle Infektionen verschrieben und sind eine der häufigsten Gründe für eine veränderte Darmflora. Sie sollen in erster Linie schädliche Bakterien bekämpfen, die für die Infektion verantwortlich sind. Die natürlichen Bakterien der Darmflora werden dabei allerdings häufig in Mitleidenschaft gezogen und/ oder sogar abgetötet, was u.a. zu Durchfall führen kann. Ist eine Behandlung mit Antibiotika nicht vermeidbar, sollte die Therapie auf keinen Fall zu gering dosiert oder früher abgebrochen werden, denn dadurch kann es zu einer Verbreitung von resistenten Erregern kommen. Die Einnahme von Probiotika kann nach einer Antibiotikaeinnahme dazu beitragen, das natürliche Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen.

  • Ernährung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann die Darmflora in ihren verschiedenen wichtigen Funktionen unterstützen. Positiv wirkt sich zum Beispiel eine ballaststoffreiche Ernährung aus, die reich an Präbiotika ist. Als Präbiotika dienen unverdaubare Kohlenhydrate, die den „guten“ Darmbakterien durch Fermentierung Nahrung liefern.

Präbiotische Ballaststoffe kommen ganz besonders in folgenden Gemüsearten vor:

  • Chicorée
  • Zichorienwurzel (Wurzel der Wegwarte)
  • Topinambur
  • Artischocken
  • Pastinaken
  • Löwenzahnwurzel
  • Porree
  • Zwiebeln
  • Schwarzwurzeln
  • Stress

Studien haben gezeigt, dass Stress – besonders wenn er dauerhaft besteht – ein Ungleichgewicht zwischen den natürlich im Darm vorkommenden „guten“ und „schädlichen“ Erregern hervorrufen kann. Wenn Sie im Alltag stark unter Stress leiden, kann sich das also negativ auf das Gleichgewicht Ihrer Darmflora auswirken und eventuell auch zu Durchfall führen. 

 

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