Ernährung und Gesundheit

Ernährung und Gesundheit

Achten Sie auf Ihr Verdauungssystem

Die meisten von uns halten es für selbstverständlich, dass ihr Verdauungssystem funktioniert – allerdings nur, bis etwas schief geht. Die Gesundheit Ihres Verdauungssystems hängt nicht nur davon ab, was Sie essen, sondern auch wie Sie essen. Deshalb können Sie auch Durchfall und andere Verdauungsprobleme bekommen, wenn Sie immer die richtigen Dinge essen.

Gesunde Essgewohnheiten

Wussten Sie, dass Ihr Körper im Durchschnitt 18 Stunden braucht, um eine Mahlzeit zu verdauen? Ebenso wie wir Zeit brauchen, um Nahrung zu verdauen, brauchen wir auch Zeit, um diese Nahrung aufzunehmen. Das heißt, dass Sie sich die Zeit nehmen sollten, beim Essen immer gründlich zu kauen und jeden Bissen zu genießen. Beim Kauen wird mehr Speichel produziert, der 'Amylase" enthält, ein wichtiges Enzym, das die Verdauung unterstützt.

Hier einige wichtige Dinge, die Sie beim Essen beachten sollten:

  • Ihr Magen braucht 20 Minuten, um Ihrem Gehirn mitzuteilen, dass er voll ist. Das heißt, dass Sie wahrscheinlich weniger essen, wenn Sie langsamer essen und damit auch weniger zu verdauen haben.
  • Wenn Sie Ihr Essen schnell herunterschlingen, schlucken Sie mehr Luft, die zu eingeschlossenen Blähungen und schlechter Verdauung führen kann.
  • Kleinere, leichtere Mahlzeiten sind einfacher zu verdauen als große und schwere. Versuchen Sie deshalb, wenig und oft zu essen und zwischendurch mit gesunden Snacks über die Runden zu kommen.
  • Versuchen Sie, Ihre letzte Mahlzeit am Tag spätestens 3 Stunden vor dem Schlafen gehen zu sich zu nehmen, da Ihr Verdauungssystem zur Schlafenszeit am langsamsten arbeitet. Das kann Ihnen auch helfen, besser zu schlafen. Wenn Sie kurz vor dem Schlafen gehen trotzdem Hunger verspüren, essen Sie eine Banane.
  • Meiden Sie übermäßige Mengen von schwerem oder stark gewürztem Essen und trinken Sie nicht zu viel Alkohol.

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Man geht davon aus, dass etwa einer von 70 Erwachsenen in Deutschland eine echte Nahrungsmittelallergie hat. Manche, die glauben, dass sie eine Allergie haben, leiden tatsächlich unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, was ein großer Unterschied ist.

Bei einer Nahrungsmittelallergie sieht Ihr Immunsystem bestimmte Nahrungsmittel als Bedrohung für Ihren Körper an. Allergische Reaktionen wie Niesen, Hautausschläge und Schwellungen treten in der Regel innerhalb von Minuten nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Nahrungsmittel auf.

Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt und es dauert meist länger, bis die Reaktionen sich entwickeln – Stunden oder sogar Tage nach dem Verzehr des Nahrungsmittels. Symptome für eine Unverträglichkeit stehen normalerweise in Zusammenhang mit dem Magen-/Darmtrakt – Durchfall, Übelkeit, aufgeblähter Bauch und Magenschmerzen.

Wenn Sie glauben, dass Ihr Durchfall auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zurück zu führen sein könnte, versuchen Sie, über das Essen, das Sie zu sich nehmen, ein Tagebuch zu führen. Wenn Sie dann Durchfall bekommen, können Ihnen die Aufzeichnungen helfen, die Ursache des Problems zusammen mit Ihrem Arzt zu ergründen.

Die häufigsten Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind Gluten und Laktose. Gluten ist ein Protein, das in vielen Arten von Getreide zu finden ist, z.B. in Weizen, Gerste und Hafer. Laktose ist ein in Milch enthaltener Zucker.